Program

bootlegs

BOOTLEGS – Jaques Duboux & Guillaume Ehinger, Vevey, CH

Patrik Muchenberger

Patrik Muchenberger – ULTRA VIOLET SERIES

 

tete de vomi

«Ds Hemd isch verchlüglet»

Josse Bailly and Hayan Kam Nakache
curated by Patricia Bianchi

Opening: Thursday, 22.10.2015, 7 p.m.
23.10. – 22.11.2015

Die beiden Künstler Josse Bailly (*1977) und Hayan Kam Nakache (*1982) aus Genf werden für das dritte und letzte Projekt von Patricia Bianchi die komplette Box43 bespielen. Josse Bailly und Hayan Kam Nakache studierten an der Head in Genf, lernten sich dort kennen und kreierten bisher mehrere Ausstellungen zusammen. Unter dem Künstlernamen «Tobby Landei» haben sie gemeinsame Werke geschaffen, die beispielsweise in Môtiers art en plein air (2015), «Kill All Monsters» (2014) Ausstellungsraum Klingental Basel, «Expo de Noël + escalade» (2013) Hard Hat Genf und «Le Rose, la Couleur des Hippies» (2012) Nieves fanzine Zürich gezeigt wurden. Bei ihren gemeinsamen Arbeiten spielt die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort eine wichtige Rolle und dabei können gesamte Rauminstallationen entstehen, bei denen über das Bildformat hinaus Boden und Wände einbezogen und bemalt werden. Auf den ersten Blick scheinen ihre Zeichnungen sehr ähnlich zu sein, doch bei genauerem Hinsehen, lassen sich Unterschiede in der malerischen Technik und Vorgehensweise erkennen.

 

Josse Bailly konstruiert in seinen kleinformatigen Zeichnungen unverwechselbare Bildwelten. Diese entspringen der populären Ästhetik des Heavy Metal ebenso wie humorvollen kunstgeschichtlichen Bezügen und der Auseinandersetzung mit der Malerei selbst. Er verbindet Naives mit Nostalgischen und setzt dies in spielerischen Werken um.

 

Der syrisch-schweizerische Künstler Hayan Kam Nakache vereint in seinen Werken viele Einflüsse aus seinem Leben. Er arbeitet in Schwarz-Weiss und in Farbe, abstrakt und figurativ und inspiriert von den unterschiedlichsten Quellen. In seinen Arbeiten finden sich Bezüge zu anderen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Vittorio Brodmann, Josh Smith oder Amelie von Wulffen. Es finden sich Elemente aus der arabischen Kalligrafie, der Comic-Kultur, dem Videospiel oder der Graffiti-Kunst, die Nakache lange auf der Strasse ausübte. Der Mensch in seiner einfachsten Erscheinungsform durchzieht seine Malerei. Seine Art brut vervielfältigt er in immer neuen Variationen; die Darstellungen erscheinen oft fratzenhaft.

www.box43.ch
www.p-bianchi.tumblr.com

box43 bodies of innocence 

«The Bodies of Innocence»
mit Marco Nicolas Heinzen, Eva Kurz, Daria Marchik und Christoph Studer-Harper

Opening: Donnerstag, 24.09.2015, 19 Uhr
25.09. – 18.10.2015

Finissage: Sonntag, 18.10.2015
Performance von Christoph Studer-Harper, 18 Uhr

curated by Patricia Bianchi

In der zeitgenössischen Kunst ist der Körper ein entsetzlich weites Feld. Wenn man richtig darüber nachdenkt, gibt es eigentlich gar keine Kunst, die nicht den Körper einbezieht, da die Herstellung von und die Bezugnahme auf Kunst mit der Auseinandersetzung mit Materiellem zu tun hat. Beim nackten Körper, in unserer okzidental-christlichen Kultur geht es oft um Begriffe wie Scham, Moral, Schuld, Tabu und Leidenschaft. Ebenso hat der Blick auf die Nacktheit mit dem möglichen Verbot oder dem Überschreiten eines Verbotes zu tun. Bilder ermöglichen es erst, sich „ein Bild“ von etwas zu machen, und Bilder mit sexuellen Motiven tragen dazu bei, inwiefern Nacktheit und Erotik zusammenspielen. Körper in der Kunst werden idealisiert, verehrt, ausgezogen, enthüllt, angezogen, verhüllt, in mit Sinn bedacht oder ihn der Bedeutung entleert, ihn dem Schauen dargeboten und ihn für abbildungswürdig erklärt. Doch woher rührt die Faszination der Bilder, welche offenbaren Faktoren schaffen sie? Macht es die Mischung aus Voyeurismus und Narzissmus, aus Erotik, Indiskretion und Distanz, aus Leben und Inszenierung, aus Verführung und Diskretion? Mit dem Körper als Medium beschäftigen dringt man in eine Welt vor, in der Traum und die Poesie, in den von ihnen erzählten Geschichten aufscheinen, den Betrachter zu einem Anderen, zum Double seiner selbst werden lassen. Es sind Geschichten, die Spannungen zwischen den Personen und ihren begehrenden Blicken oder ihren Körpern als Objekte der Begierde entstehen lassen. Sind wir nicht alle Fetischisten, indem wir unsere Vorlieben für bestimmte Körperteile und/oder Objekte haben?

Die eingeladenen KünstlerInnen für die Gruppenausstellung «Bodies of Innocence» beschäftigen sich in ihren Arbeiten auf unterschiedliche Weise mit dem Thema der Körperlichkeit und Erotik. Die Box43 ist ein Schaufenster situiert in der Müllerstrassse 43 im Kreis 4, 24 Stunden sichtbar. Dieser Zürcher Kreis ist bekannt für seine Nachtklubs und Prostitution. In einem Viertel, wo Themen wie Sexualität, Prostitution, Körper, Fetisch und Voyeurismus zum Alltag gehören, wird die Box43 dies aufgreifen und in den Kontext der Umgebung stellen.

Mit einer menschlichen Nähe zeigen die Polaroids von Eva Kurz (*1979, lebt und arbeitet in Zürich) eine Offenheit und ein Vertrauen, welches ihr ihre Freunde, Bekannte und Menschen aus ihrer Umgebung entgegenbringen. Private und intime Momente werden zu öffentlichen Bildern. Dabei ist Kurz auf keinen Fall eine Voyeurin, sondern hält dokumentarisch alles um sich herum mit der Kamera fest aus der Perspektive eines Insiders. Intim sind auch die Bilder von getragenen Slips, die Eva Kurz in der Box43 zeigt. Bei genauerem Hinsehen erkennt man in den weissen Höschen den nicht vorhandenen Körper, der diese einmal getragen hat. Dabei können erotische Erscheinungen, Wunschphantasien und die Begierden entfesselt und ausgelöst werden, die um das Thema Körper und Stoff. Die gezeigten Inkjet Prints sind nur ein Teil aus einer Serie, die für das Buch «The Smell of Roses», 2010 erschienen im Machoverlag, entstanden sind und wie als Wixvorlage gelten und verwendet werden können.

Marco Nicolas Heinzen (*1983, lebt und arbeitet in Brig und Zürich) hat extra für die Ausstellung 18 Aquarelle gemalt, die an explizite pornografische Malerei des alten Japans angelehnt sind. «Shunga», zu deutsch «Frühlingsbilder», heißen die Beispiele erotischer Kunst, die im Japan der Edo-Zeit von 1600 bis etwa 1900 entstanden. Die Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Bücher feiern die Freuden der körperlichen Liebe. Sexuelle Begierde und ihre Erfüllung im Geschlechtsakt werden als völlig natürlich dargestellt. Das Buch, und die darin enthaltenen erotischen Aquarelle von Marco Nicolas Heinzen, ist zur Vernissage und Finissage zur Ansicht möglich, ansonsten kann man nur anhand des Buchumschlages vermuten, was sich dahinter verbirgt. Dazu zeigt Heinzen das Ölbild Mädchen mit Ball (13 x 18 cm).

Die fotografischen Arbeiten von Daria Marchik (*1986, lebt und arbeitet in Moskau) sind eine Mischung aus Performance, Kostüm und Theater. Auf den ersten Blick erscheinen die Fotografien wie aus einem Modemagazin, aber Marchik versucht unterschiedliche Typen und Darstellungen auszuprobieren – das kann von burlesken und viktorianischen Bildern über Phantasievorstellungen mit Kombination von Natur, Objekt, Kostüm, Installation und Portraits reichen.

Christoph Studer-Harper (*1980, lebt und arbeitet in Bern) thematisiert in seinen künstlerischen Werken und Performance stets den Körper als Material. Er zieht dabei Parallelen zwischen Sexualität und ebenso dem Herstellen von Sexspielzeug aus dem Bereich des Fetisch. Dabei können sexuelle Verhaltensweisen, die unter anderem mit Dominanz und Unterwerfung, spielerische Bestrafung sowie Lustschmerz und Fesselungsspiel in Zusammenhang stehen. Utilities #1,#3 und #5 bestehen aus einem leichten Eschenholz und Garn. Obwohl die Holzobjekte sehr rau und brachial wirken, ist ihre Oberfläche absolut fein und leicht zu beschädigen, verletzlich. Sie stehen im totalen Widerspruch zu ihrer Leichtigkeit des Holzes und der Materialität des Objektes an sich. Der unbenutzte Zustand lässt viele Imaginationen zu, welche zwischen Härte und Sanftheit oszillieren.

 

 

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Box43 zeigt zum Saisonopening:

Kunstkollektiv CKÖ
«WATASTATA»

Mittwoch: 26.08.2015, 19:00
27.08. – 20.09.2015

curated by Patricia Bianchi

www.box43.ch
http://www.ckoe.ch/

Facebook Event:
https://www.facebook.com/events/1477274985906114/

Zum Season-Opening zeigt die Box43 das Kunstkollektiv CKÖ. CKÖ besteht aus Sara Widmer (*1980), Daniel Lütolf (*1980) und Georg Krummenacher (*1983). Das Kunstkollektiv hat sich in den letzten Jahren mit diversen Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in der Kunsthalle Arbon, im Ausstellungsraum Klingental Basel, Arte Laguna Prize Venedig, mit dem Kunstraum SUPER in Hohenems und mit der Teilnahme an der Jungkunst Winterthur 2013 und 2015 einen Namen gemacht. Ihre Werke wurden ausgezeichnet und gefördert durch das Atelierstipendium Berlin 2016 (Kanton Zürich), das Atelierstipendium Tapiola 2015 (Finnish Artist’ Studio Foundation FASF), Zuger Förderbeitrag 2014 (Kanton Zug) und dem Swiss Art Award 2014 (Bundesamt für Kultur). Kürzlich wurde das Kollektiv für die Werkschau 2015 des Kantons Zürich, zu Gast im Museum Haus Konstruktiv, nominiert.

CKÖ hat mit ihren ortsspezifischen Installationen inzwischen vielfach für Furore gesorgt: So zum Beispiel mit ihrer Arbeit «Dormay Wouh 3400» (2015) die den Ausstellungsraum Klingental in Basel um einen Baukörper architektonisch erweitert hat. «Dormay Wouh 3400» wird als ambitioniertestes und grösstes Projekt bezeichnet, welches der Ausstellungsraum je initiiert hat. Meistens ist das Kunstkollektiv inspiriert von der Umgebung , reagiert auf den Ausstellungsort und versucht durch Raumexperimente die Wahrnehmung zu verändern. Ihre Installationen und Konstruktionen sind generell alles andere als klein und handlich, sondern füllen mit gigantischen Ausmassen Aussen- wie Innenräume.

Dies war auch der Grund warum Kuratorin Patricia Bianchi CKÖ für eine Ausstellung in der Box43 eingeladen hat: Gerade weil CKÖ nicht zurückschreckt, aufwändige und grosse Projekte umzusetzen, stellt das Schaufenster eine neue Herausforderung für die drei Künstler dar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass CKÖ in ihren Arbeiten unterschiedliche Werkstoffe verwenden, meist aus dem Baumarkt: Holzlatten, Holzplatten, Leuchtstoffröhren, Schrauben und ab und zu auch ganze Fahrzeuge und Hochleistungswindgebläse werden eingebaut. Baumärkte sind für sie eine Spielwiese und dienen ihnen oft als Inspiration und Ausgangspunkt für ihre Installationen. In Finnland, wo CKÖ dank des Atelierstipendiums der Foundation FASF zwei Monate arbeiten konnten, waren sie begeistert von dem vielfältigen Angebot der Baumärkte. Einiges an Material haben die drei aus Finnland mitgebracht, um dieses hier für neue Werke zu verarbeiten. So entstand auch die Idee für die Installation «WATASTATA» in der Box43. Die Werktitel bei CKÖ haben Tradition. Sie zeugen einerseits von der ironischen Spielfreude der Gruppe und andererseits müssen die Titel losgelöst vom Werk betrachten werden. Der skurrile und obskure Name «WATASTATA» lässt auf das Experiment schliessen, das mit der Anordnung der Objekte impliziert wird. Ausgehend von schwimmenden Abschussrampen für Raketen aus dem Wasser, ist das Objekt aus Holz und LED-Röhren entstanden. Das riesige Geschütz nimmt die komplette Diagonale der winzigen Box ein und beleuchtet diese während der Ausstellungsdauer. Daneben arrangiert die Gruppe weitere Gegenstände, die für das Experiment «Wasserstarter» benötigt werden. Ein Schaufenster dient eigentlich zur Präsentation von Verkaufswaren, was CKÖ mit diesem Arrangement, diesem Vorschlag eines möglichen Einsatzes der Utensilien wieder hervorhebt. Die Gesamtinstallation wirkt daher wie eine Schaufenstergestaltung eines Baumarktes, bietet Waren an, die so in der Müllerstrasse 43 mitten in Zürich vermutlich noch nie angeboten wurden.

CKÖ
CKÖ sind Sara Widmer, Daniel Lütolf und Georg Krummenacher. Situiert in Zürich arbeitet das Kollektiv seit 2012 zusammen. Sara Widmer hat ihr Studium an der KISD Köln und TAIK Helsinki mit einem Master of European Design abgeschlossen. Daniel Lütolf studierte Architektur an der ETH Zürich. Georg Krummenacher schloss ebenfalls Architektur an der ETH Zürich ab und absolviert an der ZHdK den Studiengang Master of Fine Arts.
www.ckoe.ch

Patricia Bianchi
Im Herbst 2015 wird die Box43 zum ersten Mal von einer Kuratorin „in residence“ für drei Monate geführt. Die Box43 möchte somit auch jungen Kuratoren die Möglichkeit bieten, den Raum für Projekte zu nutzen. Für August bis November 2015 übernimmt Patricia Bianchi die Box43 und wird in diesem Zeitraum insgesamt drei unterschiedliche Projekte realisieren. Bianchi soll die Box43 als Ort weiterführen, wo man sich trifft und die Möglichkeit geboten wird, über unterschiedliche Inhalte zu diskutieren.
www.p-bianchi.tumblr.com

 

 

 

 

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WE WELCOME Patricia Bianchi ,
WHO WILL TAKE OVER Box43 AS A CURATOR
FOR THE NEXT THREE MONTHS !

NEXT SHOW:
SEASON OPENING WITH CKÖ
CURATED BY PATRICIA BIANCHI
WEDNESDAY: 26.08.2015 – 18:00

www.box43.ch
http://www.ckoe.ch/

 

 

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Die Bächlein von den Bergen springen,
die Lerchen schwirren hoch vor Lust
was sollt ich nicht mit ihnen singen
aus voller Kehl‘ und frischer Brust ?
– Joseph von Eichendorff

Angela Baumgartner
Marco Nicolas Heinzen
Pascal Sidler

Vernissage 23.04.2015 – 18:00

 

 

 

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Ausstellungstitel: #Zenun #Trohar
Teilnehmende Künstler: Edin Zenun (Wien), Tin Trohar (Wien)
Ausstellungsdauer: 2. Dezember 2014 – 10. Januar 2015
Ort: Box43, Müllerstrasse 43, 8004 Zurich
Öffnungszeiten: 24/24, 7/7

 

 

Intermezzo: sono alla campagna

October 20 – December 01, 2014
Müllerstrasse 43, 8004 Zurich
Opening hours: 24/24, 7/7

Box43 zeigt zwei neue Bilder von Marco Nicolas Heinzen, für deren Malprozess und für die Dauer der Ausstellung sich der Künstler aufs Land zurückgezogen hat. Die Bilder verweisen im Sinne dieses temporären Rückzugs auf das Land – oder namentlich die Schweizer Alpen – auf das Schweizer Wohnverhalten: mit der Einwohnerzahl einer einzigen Großstadt bietet jedes noch so abgeschiedene Dorf dennoch alle Annehmlichkeiten des gutbürgerlichen Lebens und fügt sich in die scheinbar perfekte Idylle ein. Während der Ausstellungsdauer weilt der Künstler als Stellvertreter der zwei Antipoden Stadt/Land demonstrativ „Alla Campagna“.

„Hirsch“ ist eine Hommage an Gerhard Richters Bilder der 60er Jahre: mit viel Röhren präsentiert sich der alte 14-zackige Bulle vor grüner Waldkulisse auf kleiner Leinwand. „Farbpalette 001 (Jäger)“ liegt ein Presse-Bild aus Österreich zu Grunde, welches den Massenmörder und Frevler A.H. zeigt. Mit der Ästhetisierung des Titels und der daraus resultierenden Dekonstruktion des Bildinhalts verweist Heinzen auf die idyllischen Antipoden Stadt/Land, Natur/Ratio, sowie unbeeinflussbaren Verbreitung und Neu-Kontextualisierung von Bildmaterial durch das Internet. Beide Bilder basieren auf Vorlagen aus Heinzens 17 000 Bilder großen digitalen Archivs „Encyclopedia Aesthetica Universalis“, die die Arbeiten stilistisch in ein dokumentarisch-konzeptuelles Schaffen einreiht.

 

 

Julia Sheppard. "Friends, Friends of Friends and complete Strangers: Zurich Edition" @ Box43

Julia Sheppard. „Friends, Friends of Friends and complete Strangers: Zurich Edition“ @ Box43

Julia Sheppard. Friends, Friends of Friends and Complete Strangers: Zurich Edition

August 27 – September 26, 2014
Müllerstrasse 43, 8004 Zurich
Opening hours: 24/24, 7/7

At the occasion of the 2014 Season Opening, Box43 is delighted to present „Friends, Friends of Friends and Complete Strangers: Zurich Edition“, Julia Sheppard’s first solo show in Box43.

Social media in the analog and digital world pervades Julia Sheppard’s newest work. The surreality of todays social behavior in a self-representing culture is the main reference in Sheppard’s subtile work.

Leaving behind the live model painting sessions, Sheppard is using friends and their friend’s data bank of images on Facebook as source material. Sheppard removes these banal moments, selfies and amateur snapshots from their intended context and re-brands them into a work of art for closer contemplation and reflection.

Formally, Sheppard’s work refers to the tradition of portrait miniatures of the 16th and 17th century and contradicts it at the same time. Portrait miniatures were originally intended for private purposes. They were sent abroad for marriage introductions or integrated into pendants, watches and other jewelry. Painted for the public and shown as an ongoing collection, Sheppard’s miniatures define a new context, opening the discourse of privacy and questioning our behavior towards social media.

Sheppard’s work ‚Friends, Friends of Friends and Complete Strangers: Zurich Edition‘ also poses questions about friendship and sincerity. Who is worthy of being painted? And for what reasons? Out of friendship, for business purposes, flattery, love, strategy – or pure formal aesthetics ? Scaling down the format of the work and choosing a defined image section, the work’s emphasis is on character detail and distortion of color. The use of garish neon acrylic paints and Damar glazing give the miniatures a digital and photographic feel which contrasts with the very visible grain of the tiny canvas.

Sheppard’s continued interest is in the process of self-representation, portraiture, ownership, intimacy, image appropriation, privacy and the public sphere. She instigates a debate on these topics by re-posting the painted profile pictures to her “friends” on social media. For this exhibition however, as her display concept she has chosen a geo-located format. For Box43, Sheppard has selected a group of paintings of people based in or passing through Zurich. This ever growing collection will evolve as it is presented in upcoming shows entitled “Friends, friends of friends and complete strangers” in Paris and Montréal.

Julia Sheppard was born in Montréal, Canada where she studied studio art. She continued her studies in painting and visual art at the University of Arts Zurich and obtained her Fine Arts MA in 2010. Her solo exhibitions include “Julia Sheppard” Asylstrasse 66, “Old Masters Revisited” at the Galerie Stephan Witschi, Zurich, “EIN SCHATTEN MEINER SELBST” at Galerie Gustaf Ritter, Zurich and “Dionysos; muse” at Lokal-int, Biel-Bienne.

Julia Sheppard lives and works in Zurich since 2007.

 

 

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Box43 is very proud to announced the solo show:

+++ UNICORN POP PORN +++
by young and talented swiss painter Yannick Lambelet.

For his first exhibition in Zurich, Yannick Lambelet has made a new painting referring to digital trash culture and Internet language.

Geeks and pervs are more than welcome.

VERNISSAGE at 19:00
FREE MOJITOS
DJSET at 19:30

Box43
Müllerstrasse 43
Zurich

www.yannicklambelet.com
www.box43.ch

UNICORN POP PORN

Yannick Lambelet’s paintings have the distinctive feature of what you could call «collage 2.0 ». As a point of departure of his body of work, the young swiss painter from Lausanne reinterprets the age-old technique of collage by adapting it to new technologies which are now available in the arsenal of contemporary arts practice.
He collects images on the Internet, being Google an unlimited source of inspiration, and handles these elements by creating a digital „collage“ which finds its materialization onto the canvas. By selecting seemingly arbitrary images on the Web, Yannick Lambelet saturates his compositions with heterogenic cultural references, which, reassembled, create a complex symbolic compostion. The transformation through digital editing subjects the images to a recontextualisation, which offers a new look on these elements emerging from the catchall of Pop Culture represented by the Internet. Yannick Lambelet gives thus the opportunity to observe, what constitutes a major aspect of our contemporary cultural heritage, in which the internet allows for compilation and synthesis. He questions in this way ethnographically our relationship to this dematerialized and virtualized heritage, which is nevertheless nothing less than the biggest archive of images, ever aquired by humanity.

For the exhibition “Unicorn pop porn” at Box43, Yannick Lambelet radicalizes his pictorial approach. Until now he adopted demiurgic gesture, in which he “resurrected” images that were previously reduced to a digital state. By returning images to their original materiality, the artist adopts this time a “Dr. Frankenstein” way of creating, since he tries to “give life” to computer-generated images that only exist in a digitized state. The passage from virtuality to materiality follows a process similar to that already evoked: selection of images and editing of the composition on the virtual canvas and materialization on the real canvas through painting. As well as Dr. Frankenstein’s creature, the work of Yannick Lambelet does not however hide its experimental aspects: the collage is flagrant, the sutures are visible, the virtual origin of the different elements is reaffirmed and even strengthened by the puzzling presence of an abstract coloured flat background. The strange result of this creative process is a fascinating hybrid between virtuality and materiality, neither completely living, nor completely dead, just like the zombies in the exhibited composition. Even if the material object is concrete, it causes discomfort out of the lack of emotion proceeding from the painting, reminiscent of the purely virtual origin of the composing elements of the composition. Yannick Lambelet plays here more than ever with registers, halfway between Digital Art and the Classicism of the pictorial medium.

On the occasion of his incursion into the digital, the young painter decides to explore the dregs of the virtual pictorial language. It is the dark, and at the same time, practically ontological side in this virtual heritage that is staged in the cold reference to pornography, which the Web is full of. Yannick Lambelet asserts here in a direct way its ethnographical posture by his flat refusal to classify registers, fundamentally considering the culture as an agglomerate of rites and representations without hierarchy.

Nevertheless, beyond the brutality of the first contact with the exposed work, it is the tribute to digital imagery that also strikes. A second more distant look enables to identify the protagonists of the pornographic scene as Chris Redfield and Piers Nivans, characters from the apocalyptic video game Resident Evil 6. A whole new part of the Internet culture spreads onto the canvas: the constant reappropriation of references and symbols that pass through the Web. As well as the collage, it also seems here to be a reinterpretation of a hundred-year-old artistic technique, of which Duchamp’s moustachioed Mona Lisa is only an example among others.

This is how the unicorn, coming from the popular mobile phone video game Robot Unicorn Attack 2, seems here to recuperate its medieval symbolic of the absolute purity, counterbalancing the primary pornographic obscenity of the composition.

The multiplication of symbols conveyed in the work allows these “collage” elements, at first sight heterogeneous, to start communicating with each other. “Unicorn pop porn” pays tribute to the Internet culture in all its characteristics, the virtual technological phenomenon it represents, its capacity to break the codes by diverting them ceaselessly, or the fact that it is a perfect representation of our contemporary culture in all its paradoxies and heterogeneousness.

text by Simon Wursten, art history student at UNIL
translation by Marco Nicolas Heinzen & Yannick Lambelet

unicorn pop porn / français Une exposition de Yannick Lambelet
Un texte de Simon Wursten
Les peintures de Yannick Lambelet ont la particu- larité de consister en ce que l’on pourrait qualifier de « collage 2.0 ». Comme point de départ de ses œuvres, le jeune peintre suisse romand réinterprète en effet la technique séculaire du collage en l’adap- tant aux nouvelles technologies. Il récolte ainsi des images sur internet, Google constituant pour l’exer- cice une source d’inspiration illimitée, et traite ces éléments en composant un « collage » numérique qui trouve sa matérialisation grâce à la peinture. En sélectionnant de manière faussement arbitraire des images sur le net, Yannick Lambelet sature ses compositions de références culturelles hétérogènes qui, réassemblées, engendrent des œuvres compo- sites symboliquement complexes. La médiation par le montage numérique soumet les images à une re- contextualisation qui offre un regard inédit sur ces éléments issus du fourre-tout de la pop culture qu’est internet. Yannick Lambelet offre ainsi l’occasion d’observer sous un nouveau jour ce qui constitue un pan majeur du patrimoine culturel contemporain, tel qu’internet en permet à la fois une compilation et une synthèse. Il questionne de la sorte et de ma- nière pour ainsi dire ethnographique notre relation à ce patrimoine dématérialisé et virtualisé qui n’est pourtant autre que le plus grand stock d’images, et donc de représentations, qui ait jamais existé.
Pour « unicorn pop porn », Yannick Lambelet radi- calise sa démarche picturale. S’il adoptait jusqu’à présent une posture démiurgique dans laquelle il « ressuscitait » les images réduites à un état nu- mérique en leur rendant leur matérialité originelle, l’artiste revêt cette fois-ci des atours dignes du Dr. Frankenstein, puisqu’il s’essaie à « donner vie » à des images de synthèse qui n’existent qu’à l’état di- gitalisé. Le passage de la virtualité à la matérialité suit un processus semblable à celui déjà évoqué : sélection des images et montage de la composition sur la toile virtuelle, matérialisation par la peinture sur la toile réelle. De même que la créature du Dr. Frankenstein, l’œuvre de Yannick Lambelet ne dis- simule cependant pas son aspect expérimental : le collage est flagrant, les sutures visibles, l’origine virtuelle des éléments de la composition assumée et renforcée par la présence déroutante d’un aplat coloré abstrait. Le résultat étrange de ce processus créateur est un hybride fascinant entre virtualité et matérialité, ni tout à fait vivant, ni tout à fait mort, à l’image des zombies présents dans la composition.
Si l’objet matériel est bien présent sous nos yeux, celui-ci suscite le malaise par l’absence d’émotion qui se dégage de la toile, réminiscence de l’origine purement virtuelle des éléments qui la composent. Yannick Lambelet joue donc ici avec les registres, plus que jamais à cheval entre l’art numérique et le classicisme du medium pictural.
Pour son incursion dans les limbes digitaux, le jeune peintre prend le parti d’explorer les bas-fonds du lan- gage pictural virtuel. C’est le côté sombre et à la fois pratiquement ontologique à ce patrimoine virtuel qui est mis en scène dans la référence froide à la por- nographie dont le web est envahi. Yannick Lambelet affirme ici de manière frontale sa posture ethnogra- phique par son refus catégorique de classifier les registres, considérant fondamentalement la culture comme un agglomérat de rites et représentations sans hiérarchie.
Néanmoins, au-delà de la brutalité du premier contact avec l’œuvre exposée, c’est l’hommage à l’imagerie numérique qui frappe également. Un second regard plus distant permet de reconnaître les protagonistes de la scène pornographique dans les personnages de Chris Redfield et Piers Nivans, personnages is- sus du jeux vidéo apocalyptique Resident Evil 6. Se déploie alors sur la toile tout un autre pan propre à la culture internet : celui du détournement constant des références et symboles qui transitent sur le web. De même que le collage, il semble également s’agir ici de la réinterprétation d’une technique artistique cen- tenaire dont la Joconde moustachue de Duchamp n’est qu’un exemple parmi d’autres. C’est ainsi que la licorne, tirée quant à elle du populaire jeu vidéo pour téléphone mobile Robot Unicorn Attack 2, se voit réaffubler ici de sa symbolique médiévale de la pureté absolue, et contrebalance ainsi l’obscénité pornographique primaire de la composition.
La multiplication des symboliques véhiculées dans l’œuvre fait entrer en communication les éléments à première vue hétéroclites qui constituent le « col- lage ». « unicorn pop porn » rend ainsi hommage à la culture internet dans toutes ses caractéristiques, qu’il s’agisse du phénomène technologique virtuel qu’elle constitue, de son aptitude à transgresser les codes en les détournant sans cesse, ou encore de son statut de représentation d’une culture contempo- raine dans tous ses paradoxes et son hétérogénéité.
Simon Wursten, 2014

 

 

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Solo Show: Pascal Sidler, 18.04.2013, Vernissage: 18:00
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GANG BANG // GROUP EXHIBITION
30.08.2012-01.10.2012
Vernissage 29.08.2012 18:30

Andrew Birk
Debora Delmar Corporation
Isfrid Angard Siljehaug
Florence Jung
Edouard Mortec
Joao Santos
Sethapong Povatong
Nicholas Berdysheff
Konstantin Mindadze
Céline Peruzzo
Francisca Silva
Marc Elsener
Michael Züger
Philippe Glatz
Marco Nicolas Heinzen
U5 Kollektiv


„Esotronics“ Diploma-Thesis
4. 06.2012 – 02.07.2012
Vernissage und Perforance 03.06.2012

Effi Tanner

 

 

OBJEKTE, FIGURATION MICHAEL ZUEGER MARCO NICOLAS HEINZEN BOX43 new

„Objekte, Figuration“

Ausstellung: 03.02. – 30.05.2012
Vernissage: 03.05.2012 19:00

Michael Züger
Marco Nicolas Heinzen

 

 

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„CHERRY XOX“

Vernissage: 15.02.2012 19:00

 U5 Kollektiv
Marco Nicolas Heinzen

 

 

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„THE RETURN OF PLANET NYBIRU (2012 TRANCESTEP EDIT)“

Ausstellung: 12.01.2012 – 12.02.2012
Donnerstag, 12. Januar, 18:00-19:00, mit Glühwein,

 Francisca Silva
Marco Nicolas Heinzen

http://www.youtube.com/watch?v=YsJ3_ke3t4E
http://www.youtube.com/watch?v=grIVDUdMUZQ

WWW.FRANCISCA-SILVA.COM

www.soundcloud.com/nicola_casetti

 

 

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„Bergschwund“
Ausstellung: 27.11.11-2.1.2012
Samstag, 26. November, 19:00-20:00

Philippe Glatz
Marco Nicolas Heinzen

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„Arcadia or Guernica“
Ausstellung: 2.1.11 – 1.11.11
Vernissage: 1.1.11.

Solo Exhibition
Marco Nicolas Heinzen

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